Erstgespräch Psychotherapie: Was erwartet mich wirklich?

erstgespräch-psychotherapie

 Aufregung vor dem Erstgespräch in der Psychotherapie? Erfahre, wie das erste Kennenlernen abläuft und warum du keine tiefen Traumata auspacken musst. Psychotherapie & Coaching Über mich Praxis Preise Kontakt |  Blog Erstgespräch Psychotherapie: Was erwartet mich wirklich? Vielleicht hast du schon oft darüber nachgedacht, dir Unterstützung zu holen. Doch sobald du den Termin buchen willst, meldet sich diese nervöse Stimme: Was erwartet mich, wenn ich diesen Schritt jetzt gehe?  Wenn dir dieser Gedanke bekannt vorkommt, lass mich dir das Wichtigste direkt vorab sagen: Das Erstgespräch in der Psychotherapie ist viel harmloser, als du vielleicht denkst. Der Schritt, einen Termin für eine psychologische Beratung oder Psychotherapie zu vereinbaren, kostet oft viel Überwindung. Viele Frauen stellen sich das erste Aufeinandertreffen vor wie ein strenges Interview oder eine Situation, in der sie emotional komplett analysiert werden. Damit du genau weißt, worauf du dich einlässt, möchte ich dir heute zeigen, wie ein Erstgespräch in der Psychotherapie wirklich abläuft. Warum die Aufregung vor dem 1. Termin völlig normal ist Es ist paradox, aber absolut menschlich: Ausgerechnet der Ort, an dem wir Hilfe suchen, macht uns anfangs Angst. Wir fürchten uns vor der Bewertung oder davor, dass unsere Probleme vielleicht „nicht schlimm genug“ sind. Die Aufregung zeigt nur eines: Dir ist wichtig, was hier passiert. Du darfst also mit Herzklopfen, schwitzigen Händen oder einem flauen Gefühl im Magen durch die Praxistür kommen. All das darf da sein. Der größte Mythos: Ich MUSS sofort mein ganzes Leben aufarbeiten Viele Klientinnen haben Sorge, dass sofort bohrende Fragen nach ihrer Kindheit, der Beziehung zu den Eltern oder den vergangenen Schicksalsschlägen gestellt werden. Das passiert ausgehend vom Therapeuten im Erstgespräch nicht. Stell dir diesen ersten Termin eher vor wie ein erstes Kennenlernen bei einer Tasse Tee oder Kaffee vor. Du entscheidest beim Erstgespräch und auch im weiteren Verlauf der Therapie das Tempo. Es wird nur über Dinge gesprochen, die du in diesem Moment teilen möchtest. Der Ablauf: Was passiert im Erstgespräch Psychotherapie? Um dir die Ungewissheit zu nehmen, schauen wir uns den typischen Ablauf deiner ersten 50 Minuten in meiner Heilpraxis für Psychotherapie in Berlin an: 1. Ankommen und Rahmenbedingungen Zuerst einmal darfst du ankommen. Wir klären ein paar organisatorische Dinge, wie zum Beispiel die Dauer der Sitzungen, Ausfallhonorare oder Verschwiegenheitspflicht. Das gibt dir Zeit, dich im Raum umzusehen und ein wenig zur Ruhe zu kommen. 2. Was ist das Thema und warum genau jetzt? Ich werde dich vermutlich fragen, was dich genau jetzt zu mir führt. Gab es einen bestimmten Auslöser? Oft reicht es, wenn wir uns deine aktuelle Lebenssituation anschauen: Wie geht es dir im Moment im Alltag? Wo spürst du den größten Leidensdruck? 3. Deine Ziele und Wünsche Was wünschst du dir von unserer Zusammenarbeit? Manchmal ist die Antwort darauf noch gar nicht so klar – und auch „Ich möchte mich einfach nicht mehr so erschöpft fühlen“ ist ein wunderbares und absolut ausreichendes Ziel für den Anfang. 4. Gegenseitiges Kennenlernen Das Erstgespräch ist keine Einbahnstraße. Nicht nur ich lerne dich kennen, sondern du lernst auch mich kennen. Psychotherapie funktioniert nur, wenn du dich bei mir sicher und wohl fühlst. Du darfst mir Fragen stellen, Gedanken äußern und für dich prüfen, ob meine Art, zu arbeiten, zu dir passt. Was du vorbereiten kannst, aber nicht musst Viele fragen: „Soll ich mir vorher Notizen machen?“ Die kurze Antwort: Du musst gar nichts. Wenn es dir jedoch Sicherheit gibt, kannst du dir im Vorfeld ein paar Stichpunkte notieren: Welche Symptome oder Gefühle belasten mich aktuell am meisten? Wie lange geht das schon so? Habe ich konkrete Fragen an die Therapeutin? Wie geht es nach dem ersten Termin weiter? Am Ende der Zeit ziehen wir ein kurzes Fazit. Wir überlegen gemeinsam, ob eine Zusammenarbeit für uns beide vorstellbar ist. Du musst dich aber nicht sofort entscheiden! Es ist völlig in Ordnung, wenn du das Gespräch erst einmal ein bis zwei Tage sacken lässt und in dich hinein spürst. Bereit für dein Erstgespräch in Berlin? Ich hoffe, dieser Einblick konnte dir die größte Nervosität nehmen. Ein Erstgespräch in der Psychotherapie ist ein mutiger erster Schritt, um wieder mehr Leichtigkeit, Klarheit und Stimmigkeit in dein Leben einzuladen. Es ist ein Raum, in dem du einfach sein darfst – mit all deinen Ecken, Kanten und Unsicherheiten. Wenn du das Gefühl hast, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für dich gekommen ist, freue ich mich sehr darauf, dich kennenzulernen. Psychotherapie in Berlin Adlershof Termin buchen Startseite | Anfahrt    Termin buchen FAQ | Impressum Datenschutz

Angst vor Bewertung: Warum es kein Richtig oder Falsch gibt

angst-vor-bewertung-psychotherapie

 Leidest du unter der ständigen Angst vor Bewertung durch andere? Erfahre, wie du diesen Druck auflösen kannst und Platz für dein wahres Selbst schaffst. Psychotherapie & Coaching Über mich Praxis Preise Kontakt |  Blog Angst vor Bewertung: Warum es kein Richtig oder Falsch gibt Vielleicht kennst du das Gefühl: Jedes Wort, das du sagst, und jede Entscheidung, die du triffst, wird vorher auf eine unsichtbare Goldwaage gelegt. Die Angst vor Bewertung ist wie ein ständiger Begleiter, der dir sagt, dass du nicht genug bist oder dass andere dich verurteilen oder ablehnen könnten. Doch was wäre, wenn es einen Ort gäbe, an dem dieser Druck einfach abfallen darf? In unserem Alltag sind wir fast ununterbrochen von Urteilen umgeben. Ob es die Erwartungen der Gesellschaft an uns als Frauen und Mütter sind, der Vergleichsdruck auf Social Media oder die kritische Stimme in unserem eigenen Inneren: Die Angst vor Bewertung erzeugt massiven Stress und führt oft zu einer tiefen mentalen Erschöpfung. Wir versuchen so sehr, alles „richtig“ zu machen, dass wir uns selbst dabei völlig verlieren. Genau deshalb ist mir in meiner Heilpraxis für Psychotherapie in Berlin Adlershof eine Sache wichtig: Wenn du zu mir kommst, betrittst du einen bewertungsfreien Raum. Warum die Angst vor Bewertung uns blockiert Die Sorge, für unsere wahren Gedanken und Gefühle verurteilt zu werden, hält uns oft davon ab, uns ehrlich anzuvertrauen. Aus Scham vermeiden wir es, über schwierige Momente und Erfahrungen zu sprechen: die plötzliche Wut auf das eigene Kind, die stumme Erschöpfung in der Partnerschaft oder den tabuisierten Wunsch, einfach alles hinzuschmeißen. Sobald solche Gefühle auch nur flüchtig auftauchen, schlägt unsere innere Stimme der Bewertung sofort Alarm und redet uns ein, wir seien nicht gut genug. Dabei vergessen wir oft: Diese Gedanken sind in Zeiten mentaler Überlastung zutiefst menschlich. Sie sind kein Beweis dafür, dass wir versagt haben, sondern meist einfach nur ein lauter Hilferuf unseres erschöpften Systems. In einem sicheren Raum geht es nicht um Moral oder darum, ob ein Gefühl „angemessen“ ist. Die Angst vor Bewertung schwindet in dem Moment, in dem wir erkennen, dass jedes Gefühl eine Berechtigung hat. Es gibt kein objektives „Richtig“ oder „Falsch“ – es gibt nur deine individuelle Wahrheit. Zwischen dir Selbst und der Situation liegt die Antwort Um die Angst vor Bewertung logisch aufzulösen, hilft es, unseren Blickwinkel komplett zu verändern: Weg von der strengen äußeren Schablone, hin zu deinem inneren Kompass. Dafür nutze ich gerne ein Modell, das die Dynamik zwischen deinem Selbst (deinen Werten, Grenzen und Ressourcen) und der Situation im Außen betrachtet. Statt dich im Nachhinein quälend zu fragen: „War mein Verhalten richtig oder falsch?“, schauen wir uns völlig wertfrei an, ob dein Handeln in jenem Moment stimmig war. Dazu schauen wir uns die Dynamik zwischen Dir und der Situation an, um Klarheit in das Gedankenkarussell zu bringen: Verstehen statt Verurteilen – Perspektivwechsel in 4 Feldern Wenn wir dieses Modell anwenden, verliert die Angst vor Bewertung sofort an Macht. Wir gehen aus der emotionalen Selbstverurteilung heraus und treten hinein in eine wohlwollende Beobachterrolle. Wir schauen uns an, was in einem bestimmten Moment passiert ist: Stimmig Du bist voll und ganz dir selbst treu, handelst nach deinen Ressourcen sowie Werten und reagierst gleichzeitig passend auf die Anforderungen der äußeren Situation. Das fühlt sich im Körper meist authentisch, klar und friedlich an. Du ruhst in dir. Beispiel: Stimmig (Selbst gemäß & Situation entsprechend) Eine Freundin fragt dich spontan, ob du ihr beim Umzug helfen kannst, aber deine Woche war extrem anstrengend und du bist erschöpft. Du atmest tief durch und sagst freundlich, aber klar: „Ich hab dich total gerne, aber meine Batterie ist komplett leer. Ich brauche das Wochenende zwingend zum Ausruhen.“ Warum es stimmig ist: Du tust das Richtige für dich (du achtest auf deine Grenzen) und du kommunizierst der Situation entsprechend klar und ehrlich, ohne Ausreden zu erfinden. Eine Freundin fragt dich spontan, ob du ihr beim Umzug helfen kannst, aber deine Woche war extrem anstrengend und du bist erschöpft. Du atmest tief durch und sagst freundlich, aber klar: „Ich hab dich total gerne, aber meine Batterie ist komplett leer. Ich brauche das Wochenende zwingend zum Ausruhen.“ Warum es stimmig ist: Du tust das Richtige für dich (du achtest auf deine Grenzen) und du kommunizierst der Situation entsprechend klar und ehrlich, ohne Ausreden zu erfinden. Angepasst Du funktionierst reibungslos und erfüllst die Erwartungen im Außen perfekt, doch dafür übergehst du kontinuierlich deine eigenen Grenzen und verleugnest dein inneres Selbst.  Auf Dauer ist dieses ständige Anpassen jedoch der Hauptgrund für emotionale Erschöpfung, Burnout und das Gefühl der inneren Leere. Beispiel: Angepasst (Selbst nicht gemäß & Situation entsprechend) Im Job wird kurzfristig jemand gesucht, der am Wochenende eine Präsentation fertigstellt. Obwohl du völlig ausgelaugt bist und dich auf deine freie Zeit gefreut hast, meldest du dich, weil du denkst: „Wenn ich es nicht mache, bin ich unkollegial.“ Warum es angepasst ist: Die Erwartung im Außen ist erfüllt (die Aufgabe wird erledigt), aber du hast deine eigenen mentalen und körperlichen Bedürfnisse dafür völlig verleugnet. Im Job wird kurzfristig jemand gesucht, der am Wochenende eine Präsentation fertigstellt. Obwohl du völlig ausgelaugt bist und dich auf deine freie Zeit gefreut hast, meldest du dich, weil du denkst: „Wenn ich es nicht mache, bin ich unkollegial.“ Warum es angepasst ist: Die Erwartung im Außen ist erfüllt (die Aufgabe wird erledigt), aber du hast deine eigenen mentalen und körperlichen Bedürfnisse dafür völlig verleugnet. Daneben Du handelst absolut nach deinen eigenen, echten Impulsen, aber in der aktuellen Situation war das vielleicht unpassend oder hat nicht geholfen. Das passiert uns allen! Es ist absolut kein Grund für Scham, sondern lediglich eine wertvolle Erkenntnis für die Zukunft – ich habe meine Grenze gespürt, aber mein Verhalten war nicht für die Lösung des Problems hilfreich. Beispiel: Daneben (Selbst gemäß & Situation nicht entsprechend) Du kommst völlig reizüberflutet nach Hause und brauchst dringend fünf Minuten Stille. Dein Partner fragt dich direkt an der Tür etwas ganz Banales – „Wie war dein Tag?“. Du fährst ihn sofort lautstark an: „Lass mich doch einfach mal in Ruhe, ich